· ABEND IN ZWEI TEILEN ·
INGRID HORA ◎ SCHEIBENSCHEIDEN TOSATONDA
Ticket > 5 €
◎ Elena Basteri dramaturgische Begleitung
◎ Claudia Tomasi Choreographie
◎ Benjamin Tomasi Musik
◎ 100 Frauen und 5 Männer aus Silandro Performers
◎ 10 Schafe
CHRIS ZIEGLER ◎ UNITA GAY GALILUYO
Ticket > 10 / 15 € begränzte Sitzplätze
◎ Unita Gaye Galiluyo Dance
◎ Hugo Paquete Music
◎ Ismenia Keck Costumes
◎ Martin Bellardi, Nikolaus Völzow, Chris Ziegler Software
Die Frauen treffen sich immer bei Abenddämmerung,
um das Scheibenscheiden zu üben.
Am 16. September erscheinen
auf den drei Hügeln Frauen,
welche mit Spiegeln ins Dorf blenden und Worte schmeißen.
Auf dem Platz stehen drei Heureiter,
sie halten die Scheiben für die Frauen.
Ingrid Hora
Die Künstlerin Ingrid Hora setzt sich mit dem alten Brauch des Scheibenschlagens auseinander,
mit dem im Vinschgau jedes Jahr am Beginn der Fastenzeit der Winter und die Dunkelheit ausgetrieben und für Glück, Fruchtbarkeit und eine gute Ernte gebeten wird.
Hohe, kreuzähnliche Stangen, die sogenannten „Hexen“, werden an exponierten Stellen aufgestellt und entzündet, brennende Scheiben aus Holz werden auf Haselruten durch die Luft geschlagen.
Ingrid Hora verflicht in ihrer Performance Altes mit Neuem und lässt gemeinsam mit den Frauen von Schlanders ein apotropäisches, surreales Ritual entstehen.
CHRIS ZIEGLER ◎ UNITA GAY GALILUYO
CORPUS – interactive dance performance (50 min)
A Collaboration of Digital Artist Chris Ziegler (D/US) with Dancer Unita Gay Galiluyo (D) and Composer Hugo Paquete (P).
Der Medienkünstler Chris Ziegler entwirft im Anschluss mit seinem Stück Corpus eine Neuinterpretation der Metamorphosen von Ovid. Akustische Signale und die Bewegungen der Tänzerin lassen ein visuelles und akustisches Gedicht entstehen, das dem Zuschauer Raum für Phantasie lässt…
Das Stück entwickelt sich über drei Teile als Trilogie:
Die Performance beginnt mit den Bewegungen einer unsichtbare Tänzerin, die nur durch ein kinetischen Lichtkostüm sichtbar und hörbar sind. Im zweiten Teil fühlt und füllt der noch unsichtbare Körper eine zweite weiß leuchtende Körperhaut. Die Haut der Tänzerin ist im dritten Teil der Untersuchungsgegenstand ihrer eigenen Anschauung. Sie tanzt in einem transparenten Kokon. Der Kokon geht entzwei, und sie führt zuletzt ein Konzert mit akustischen Versatzstücken von Atmung und Bewegung ihres eigenen Tanzes auf, der verweist auf eine Körperlichkeit des Tanzes, die in CORPUS nicht gezeigt wird, sondern einen visuellen und akustischen Raum schafft zur Imagination.
Unterstützt druch ZKM Karlsruhe, E-Werk Freiburg Theater und Goethe Institut Taipei und Scenofest des World Stage Design 2017 Festivals.